Geistige Wirbelsäulenaufrichtung: Meine Erfahrungen

5. Januar 2018

energetische Wirbelsäulenaufrichtung
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Zugegeben, worüber ich heute berichten möchte, mag wie eine esoterische Spinnerei klingen. Vor allem für all diejenigen, die keine Erfahrungen mit geistiger Wirbelsäulenaufrichtung, geistigem Heilen oder Soul Healing haben. Sogar mein Papa, der Erfahrungen mit Schamanentum, Geistheilen und Energetischer Arbeit hat, war anfangs etwas skeptisch. Zu Unrecht, wie sich herausstellen sollte.

Was bedeutet energetische Wirbelsäulenaufrichtung?

Bei einer geistigen Aufrichtung der Wirbelsäule werden Wirbelblockaden, Krümmungen der Wirbelsäule und ein Beckenschiefstand behoben. Allerdings ohne jede körperliche Berührung oder chirurgische Tätigkeit. Der Prozess dauert nur wenige Sekunden und findet auf einer anderen Ebene als der körperlichen statt. Es handelt sich dabei um eine Form des geistigen Heilens, das bedeutet, es wird nicht auf der körperlichen Ebene, wo sich Symptome äußern und lindern lassen, sondern auf der geistigen Ebene – der Verbindungsebene zwischen Körper und Seele – geheilt. Denn Erlebnisse, Belastungen und Lebensaufgaben, die in unserem Unterbewusstsein schlummern, können sich letztlich, wenn sie nicht verarbeitet bzw. aufgelöst werden, als körperliche Symptome äußern.

Jeder Mensch kommt entweder mit einem Beckenschiefstand zur Welt oder eignet sich im Laufe der ersten Lebensjahre verschiedene Fehlhaltungen und Blockaden der Wirbelsäule an. Die geistige Aufrichtung gibt dem Körper die Möglichkeit, sich wieder zu begradigen und in den folgenden 28 Tagen alte Belastungen aufzuarbeiten und loszulassen.

Lässt sich das Ergebnis messen?

Auch wenn es sich dabei um eine rein energetische Arbeit handelt, sind die Ergebnisse sofort am Körper sichtbar. Denn der Körper wird von der geistigen Ebene geformt und beeinflusst. Mit Strichen an den Fersen lässt sich nachvollziehen, wie die Füße zunächst durch einen Beckenschiefstand unterschiedlich zueinander stehen – in der Umgangssprache sagt man, die Füße seien unterschiedlich lang, was so natürlich nicht richtig ist. Auch die Höhe der Schulterblätter lässt sich deutlich messen – bei den meisten Menschen ist eines höher, als das andere und die Schultern sind schief. Nach der energetischen Wirbelsäulenbegradigung kann man anhand der angezeichneten Striche sehen, dass sich die Füße nun auf gleicher Höhe befinden. Auch die Schulterblätter sind nach der energetischen Aufrichtung auf gleicher Höhe.

Geistige Wirbelsäulenaufrichtung – Erfahrungen

Empfehlung durch eine Freundin

Durch eine Freundin erfuhr ich von der geistigen Aufrichtung und von Sunita, die unter anderem eine Aufrichtung der Wirbelsäule auf Seelenebene durchführen kann. Besagte Freundin war mit ihrer Mutter, die seit Jahren von enorm starken Rückenschmerzen geplagt wurde, dort gewesen. Seit der Aufrichtung sind diese Schmerzen, die sie selbst “wie Messer im Rücken” beschrieb, einfach verschwunden. Auch Wochen nach der Aufrichtung noch.

Und wie gesagt: Das ganze passiert ohne Berührung des Körpers.

In mir keimte natürlich sofort Hoffnung auf. Vielleicht konnte eine Wirbelsäulenbegradigung auch bei meinen chronischen Schmerzen und Beschwerden helfen?

Ich beschloss, die Kosten für die geistige Aufrichtung (mit 95€ bei Sunita relativ günstig, bei anderen Heilern, die ihre Preise online veröffentlichen, kostet das zwischen 160 – 200 €) zu investieren und der Sache eine Chance zu geben. Schlimmer werden konnte es ja keinesfalls. Mein Papa schloss sich mir nach kurzer Überredung an.

Meine Symptome

Konkret erhoffte ich mir möglicherweise eine Verbesserung folgender Symptome:

  • chronische Nackenschmerzen, bei denen mir bisher kein Orthopäde oder Physiotherapeut hatte weiterhelfen können. In den letzten Jahren traten diese zum Glück nur noch phasenweise auf, allerdings war der schmerzhafte Punkt
  • Rückenschmerzen, die von Zeit zu Zeit besser und dann wieder schlimmer werden, etwa im mittleren Bereich der Wirbelsäule, unterhalb der Schulterblätter
  • wahrscheinlich hormonell bedingte “schlechte Tage” (Östrogendominanz mit folgender Histaminintoleranz), an denen ich mich fühle, als wäre mein Kopf in Watte gepackt und ein LKW wäre drüber gefahren. An diesen Tagen fällt es mir schwer, klar zu denken und Dinge und vor allem andere Menschen mit den Augen zu fixieren.

Die Aufrichtung

Der Verlauf

Eines Dienstag Abends machen uns mein Papa und ich also auf in ein Hotel im kleinen Eggenfelden. Insgesamt sind wir etwa 15-20 Menschen in dem Raum. Vorne steht eine Massageliege, ein kleiner runder Teppich und ein Kissen. Sunita erklärt uns kurz, worum es geht und dann darf gleich der erste Freiwillige vortreten. Ich sehe mir das Ganze lieber erst einmal in Ruhe an. Der Mann darf sich barfuß auf den kleinen Teppich stellen. Sunita tastet seine Schulterblätter ab und zeigt uns mit einem Lineal, dass die eine Seite etwa 1,5 cm höher ist, als die andere. Dann tastet sie sich seine Wirbelsäule entlang und stellen fest, wo sie nach rechts bzw. links geneigt ist und wann sie wieder mittig verläuft. Danach darf er sich auf die Liege legen, Gesicht nach unten. An seinen Fersen zeichnet Sunita jeweils den Rand seiner Fußfläche an. Dann klappt sie die Fersen nach innen, sodass man vergleichen kann. Der Unterschied beträgt etwa 1 cm. Jeder kann nach vorne kommen und sich die Markierungen ansehen. Dann folgt die Wirbelsäulenaufrichtung. Dazu muss man überhaupt nichts tun, nur daliegen. Sunita fährt mit ihren Händen etwa 15 cm über dem Körper auf und ab. Das ganze dauert keine zehn Sekunden. Danach noch zweimal tief ein- und ausatmen und es ist geschafft.

Wenn sie jetzt die Fersen zusammenbringt, sind die Striche auf gleicher Höhe. Faszinierend. Auch die Schulterblätter sind gleich hoch und an der Wirbelsäule findet sie keine Krümmungen mehr.

Aufrichtung der Wirbelsäule

Meine geistige Aufrichtung

Ich sehe mir das Ganze wieder und wieder an. Mit gemischten Gefühlen. Denn obwohl der Unterschied jedes Mal sichtbar ist – manchmal sogar viele Zentimeter – habe ich Angst, dass es genau bei mir nicht funktioniert. Dass es mir bei meinen Beschwerden nicht helfen kann. Deshalb warte ich bis fast zum Schluss, bevor ich aufstehe, meine Schuhe ausziehe und nach vorne gehe.

Bisher lautete die orthopädische Diagnose: Starker Schulterhochstand links, leichte Skoliose. Was ich dann höre, bestätigt genau das: Alle im Raum können sehen, dass meine linke Schulter stark nach oben gezogen ist. Entsprechend schief sind meine Schulterblätter. Sunita fährt meine Wirbelsäule ab und sagt zwei mal, dass sie leicht nach links bzw. rechts geht. Genau auf der Höhe, auf der sich meine Wirbelsäule leicht nach links schiebt, befinden sich auch die Rückenschmerzen. Mein Becken ist nur leicht schief. Etwa 1 cm beträgt der Unterschied in der Beinstellung.

Sunita beginnt mit der Aufrichtung. Ich nehme nicht viel wahr, außer ein starkes Puckern zwischen den Schulterblättern. Als ich wieder aufstehe, ist es weg. Ich fühle mich eigentlich wie vorher. Viele der Patienten vor mir beschrieben ein Gefühl der Leichtigkeit, der Befreiung. Das kann ich so nicht bestätigen. Natürlich war ich auch nervös, die Aufregung legte sich erst danach langsam. Sunita erklärt uns, dass diese Heilung nun etwa 28 Tage “nachwirkt”, das heißt mögliche Veränderungen in unserem Körper und unserem Leben werden sich innerhalb des nächsten Monats zeigen.

Die folgenden Tage

Als wir den Raum verlassen, fällt mir auf, dass es mir sehr gut geht. Obwohl es spät ist und ich vorher sehr müde war, fühle ich mich jetzt fröhlich und ausgeglichen. Mein Papa und ich fahren spät abends noch zu McDonalds und essen Pommes. Reden viel und haben Spaß. In meinem Körper macht sich eine art friedliches Wohlgefühl breit. Immer wieder läuft mir ein Schauer über den Nacken. Vielleicht ist doch irgendwas passiert mit mir?

Zu Hause im Bett fühle ich mich kein bisschen müde, schlafe dann aber doch schnell ein. Auf dem Rücken – das passiert sonst nie, ich kann eigentlich nur auf dem Bauch oder vielleicht noch auf der Seite gut schlafen. Mitten in der Nacht wache ich auf und fühle mich herrlich. Meine Füße und Beine, die sonst eiskalt und wenig durchblutet sind, prickeln richtig vor Wärme und Wohlgefühl. Ich liege weiterhin auf dem Rücken und genieße das Gefühl, bis ich wieder einschlafe.

Am nächsten Morgen fühle ich mich relativ gut. Zwar kommt das auch an anderen Tagen vor, aber ist einmal ein Anfang. Ich warte nun also die kommenden Wochen ab.

Drei Tage später.

Meine Schmerzen an und um die Wirbelsäule sind immer noch da. In einem erträglichen Maß, aber sie sind da. Ich schlafe schlecht und mich quälen einige Gedanken an früher, vor allem an die Trennung von meinem Ex-Freund vor fast zehn Jahren. Auf meiner Haut bilden sich trockene, juckende Stellen. Auch diese hatte ich seit vielen Jahren nicht mehr.

Sechs Tage später.

Keine Besserung der körperlichen Beschwerden. Allerdings stelle ich fest, dass ich seit der Aufrichtung ein sehr ungewöhnliches Schlafverhalten an den Tag lege. Ich scheine insgesamt viel weniger Schlaf zu brauchen, das Einschlafen fällt mir sehr schwer. Meist habe ich sehr aktive Träume, an die ich mich nach dem Aufwachen auch noch erinnern kann. Vieles davon fühlt sich allerdings nicht an, wie träumen, sondern wie entspannt daliegen und nachdenken. Wenn mein kleiner Sohn neben mir aufwacht und etwas braucht, bin ich gefühlt ohnehin schon wach und kann unmittelbar reagieren. Morgens liege ich teils ab 5 Uhr schon wach und warte, bis der Tag beginnt. Anscheinend brauche ich nicht nur weniger Schlaf, sondern mir fehlen die Tiefschlafphasen. So oszilliere ich zwischen Wachphasen und Traumphasen (REM-Phasen) hin und her. Normalerweise kann man sich nur an die Träume aus der letzten REM-Phase erinnern, wenn unmittelbar danach in eine Wachphase eintritt und dann ggf. aufwacht. Ich kann mich morgens an alle Träume erinnern und währenddessen teilweise auch reflektieren.

An Silvester mache ich eine kuriose Entdeckung: Die High-Heels, mit denen ich trotz ihrer enormen Höhe bisher immer einwandfrei laufen konnte, machen plötzlich Schwierigkeiten. Vor allem der rechte Fuß, bei dem ich übrigens schon regelmäßig das Außenband überdehnt und dabei sogar einmal den Knöchel gebrochen habe, knickt ständig nach außen weg und ich spürte ein starkes Ziehen im äußeren Wadenmuskel. Am nächsten Morgen habe ich an der äußeren Wadenmuskulatur einen starken Muskelkater. Bei Untersuchung der Schuhe fällt auf, dass vor allem der rechte Stöckel sehr schief abgetreten ist. Auch meine Sneakers, die ich seit etwa zwei Jahren im Winter trage, kann ich nicht mehr benutzen, weil sie so schief abgetreten sind. Ist es möglich, dass ich nun anders auftrete als früher?

Scheinbar bin ich also vor der Aufrichtung sehr schief und nach außen aufgetreten – daher wohl auch die vielen Bänderüberdehnungen. Nun, mit einer geraden Wirbelsäule, kann ich mit diesen schief abgetretenen Schuhen nicht mehr gut laufen. Meine Füße möchten gerade auftreten. Gesund laufen.

Einige Wochen nach dem Termin zur Aufrichtung bitte ich meinen mann, von hinten ein Foto von mir zu machen. Das Ergebnis ist erstaunlich. Auch wenn meine linke Schulter vielleicht noch etwas höher ist, als die rechte, sticht der Schulterhochstand doch nicht mehr so ins Auge wie vorher.

Mein Fazit

Tatsächlich habe ich einige meiner typischen Beschwerden an der Wirbelsäule in den vier Wochen nach der Aufrichtung nicht gespürt. Viele andere leider schon. So sind weder die chronischen Nackenschmerzen verschwunden, noch die Schmerzen im oberen Rückenbereich. Auch mein Gesamtzustand ist wie eh und je. Die Veränderungen, die die Aufrichtung bewirkt hat, sind in meinem Fall gefühlt sehr klein.

Insgesamt hat die energetische Wirbelsäulenaufrichtung für mich nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Denn natürlich kann eine schiefe Wirbelsäule nicht für alle körperlichen Leiden verantwortlich sein und eine Begradigung damit nicht alle Schmerzen lösen. Allerdings kann sie in der Zukunft sicherlich mehr verursachen, als ich ohnehin schon habe. Deshalb bin ich froh, die Aufrichtung gemacht zu haben und würde ich sie weiterempfehlen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Denn wenn ich eins gelernt habe: Was dem Einen hilft, gilt nicht automatisch für den Anderen

By Johanna

Johanna ist Anfang 30, verheiratet, 1 Kind. Obwohl das Leben ihr schon immer zuzulächeln scheint, ist sie immer noch auf der Suche. Denn vor allem gesundheitlich ist der Weg noch weit.

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