Warum ein Rezept für Goldene Milch? Seit Jahrhunderten wird es verwendet, erst seit kurzem ist es bei uns bekannt geworden – die Rede ist vom neuen In-Getränk „Kurkuma Latte“ oder, wie es ursprünglich hieß, von Goldener Milch. Ich bin der Frage nachgegangen, warum dieses ungewöhnliche Getränk so gesund ist und warum man es zumindest mal versucht haben sollte.
Hauptbestandteil Kurkuma
Ein Freund von mir, aufgewachsen in Indien, hatte zum Thema Gesundheit immer einen sehr beliebten Tipp: ich solle mehr Kurkuma essen. Lange war mir nicht klar, dass er damit vielleicht Recht haben könnte. Kurkuma, wegen seiner starken gelben Farbe auch Gelbwurz genannt, ist ein Ingwergewächs, dem eine vielfach heilsame Wirkung zugesagt wird. Unter anderem wirkt das Curcumin, der Wirkstoff im Kurkuma, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es senkt außerdem den Blutzuckerspiegel, stärkt die Abwehrkräfte, enthält natürliche Antioxidantien und verhindert so Zellschädigungen, regt die Leber an (entgiftet also den Körper), krubelt die Verdauung an und wirkt Völlegefühl entgegen, wirkt krebsvorbeugend und metastasenhemmend. In der aryurvedischen und chinesischen Medizin ist Gelbwurz seit Jahrhunderten bekannt und beliebt – bei uns, wie gesagt, erst seit einigen Jahren. Wer sich tiefergehend mit der heilenden Wirkung von Kurkuma befassen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Wichtig beim Verzehr von Kurkuma ist, dass es mit hochwertigem, idealerweise nativem Öl kombiniert wird, da der Wirkstoff in Kurkuma (Curcumin) nur bedingt wasserlöslich ist. Es empfiehlt sich außerdem etwas schwarzer Pfeffer, der die Resorbierbarkeit des Curcumin um ein vielfaches erhöht.
Zimt
Auch Zimt ist seit jeher als Naturheilmittel bekannt. Es handelt sich dabei um getrocknete Zweige des Zimtbaumes, die ein herrlich-süßliches Aroma haben. Zimt hilft nicht nur, den Zuckerhaushalt zu regulieren, es unterstützt auch beim Abnehmen, da es die Fettverbrennung ankurbelt. Genau wie Kurkuma wird auch Zimt zur Krebsprävention eingesetzt.
Kokosöl
Kokosöl und Kokosnüsse bildet für Südseevölker seit Jahrtausende eine Nahrungsgrundlage. Bei uns wird vor allem in den letzten Jahren Kokosöl als Allheilmittel angepriesen. Es wirkt antibakteriell, genauso wie gegen Viren und Pilze. Aufgrund vieler weiterer positiver Wirkungen gehen manche Theorien sogar so weit, dass ein TL Kokosöl am Tag einen frei von Krankheiten hält.
Rezept für Goldene Milch
Rezepte für Goldene Milch gibt es viele verschiedene. Wichtig ist, dass sie Kurkuma, Zimt, Pfeffer und Öl enthalten. Hier mein Lieblingsrezept:
Zutaten:
- 1 EL Kurkuma
- 120 ml gefiltertes Wasser
- ggf. etwas frisch geriebenen Ingwer
- Etwas frisch aufgeriebene Muskatnuss
- 1 TL Honig
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Zimt
- 1 TL natives Kokosöl
- Milch, Mandelmilch, oder eine andere Pflanzenmilch möglichst ohne Zuckerzusatz
Zunächst stellt man eine Kurkuma-Paste her. Dazu den Kurkuma ins Wasser einrühren und aufkochen. Eindicken lassen, bis eine homogene Paste entstanden ist. Die übrigen Zutaten bis auf Milch, Honig und Kokosöl einrühren. Die Paste kann man auch in größerer Menge herstellen und 2-3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Das ist praktisch für alle, die Goldene Milch regelmäßig zu sich nehmen möchten und dann nur noch die Milch erwärmen wollen. Kokosöl und Honig sollten erst hinzugegeben werden, wenn die Milch Trinktemperatur erreicht hat – denn beides sind Rohprodukte und wichtige Nährstoffe würden durch die Hitze zerstört werden.
Von Sonnentor gibt es mittlerweile übrigens sogar schon einen „Kurkuma Latte“ als Fertigmischung. Einfach in warme (Planzen)Milch eingerührt und fertig ist das In-Getränk.
3-Monats-Kur
Wie so oft, wenn es ums Thema Zell-Gesundheit geht, empfiehlt sich auch mit Glodener Milch eine 3-Monats-Kur. Das ist nämlich der Zeitraum, in dem sich der Großteil unserer Körperzellen erneuert – und damit auch der Zeitraum, in dem normalerweise eine gesunde Lebensweise im Körper „ankommt“. Ich habe vor ca. 4 Wochen damit begonnen, Goldene Milch regelmäßig zu trinken. Tatsächlich war ich seitdem nicht einmal krank, obwohl ich vorher, wahrscheinlich verursacht durch die Hormonumstellung als junge Mutter, ca. alle 2-3 Wochen einmal ordentlich erkältet war.
Liebe Hanna,
ich verwende Kurkuma regelmäßig im gedünsteten Reis und esse es sehr gerne. Über die gesunde Wirkung habe ich mehrfach gelesen. Vielen Dank für das Rezept mit der goldenen Milch, muss ich unbedingt probieren.
LG
Renate
Ich liebe die positiven Eigenschaften von Kurkuma und seine anti entzündliche Wirkung. Das ist ein wirklich tolles Produkt und goldene Milch schmeckt traumhaft. Danke für das Rezept, das variiert ja immer ein bisschen und so ist es fein, einmal ein neues zu haben.
Liebe Grüße, Nora
Vielen Dank für Ihren hilfreichen Artikel.
Ich stöbere bereits seit Längerem auf Ihrem informativen Weblog.
Und heute musste mich mal einen kurzen Kommentar schreiben und ein „Danke“ hinterlassen.
Machen Sie genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf den nächsten Beitrag
Hallo Hanna,
wusstest Du schon das Kokosöl und Kurkuma ein idealer Ersatz für Zahncreme ist? Oder als goldene Milch? Schau mal: https://www.kokosoel.com/rezepte/kochen-backen-smoothies/die-goldene-milch/
Grüße
Falea
Sehr informativer Beitrag! Vielen Dank fürs teilen!
Hallo,
was soll ich machen, wenn ich keine Milchprodukte mag? Soll ich die Gewürzmischung einfach in heißem bzw. warmen Wasser oder Tee trinken?
Hallo Evelyn,
ich würde einfach verschiedene Pflanzendrinks ausprobieren. Wenn Dir das auch nicht schmeckt, ist wahrscheinlich Tee die geschmackvollere Version. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit schwarzem Tee toll schmeckt!
Liebe Grüße,
Johanna
Vielen Dank liebe Johanna! da wird mir wohl nur Tee bleiben 🙂
LG Evelyn