Warum ist Aluminium in Deos schädlich?

26. Juni 2016

Aluminium in Deos

Aluminium in Deos ist in den letzten Jahren stark ins Bewusstsein der Menschen gerückt und es gibt daher immer mehr Deodorants ohne den Zusatz von Aluminiumsalzen. Doch warum ist Aluminium in Deos eigentlich schädlich, mit was für Krankheiten wird es in Verbindung gebracht und welche Alternative habe ich gefunden?

Was ist Aluminium?

Aluminium ist ein Leichtmetall, das auf der Erde sehr häufig in natürlicher Form, unter anderem auch in Lebensmitteln, vorkommt. Es wird überwiegend als Bauteile, in der Elektronik, und in der Verpackungsindustrie verwendet – aber findet sich auch in Kosmetika.


Wie nehmen wir Aluminium auf?

Täglich nehmen wir Aluminium über die Nahrung und unser Trinkwasser auf – teilweise ist es darin angereichert, teilweise aber auch natürlicherweise vorhanden. Es gibt laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit einen unbedenklichen Wert von einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht – diese Menge kann der Körper in der Regel wieder ausscheiden. Das heißt, eine Frau wie ich mit ca. 60kg Körpergewicht dürfte pro Tag 60 Milligramm Aluminium bedenkenlos zu sich nehmen. Alles, was diesen Wert überschreitet, wird vermutlich vom Körper nicht wieder abgebaut, sondern in den Mastzellen gespeichert.

Warum ist Aluminium in Deos schädlich?

Warum Schwitzen wichtig ist

Körper entgiftet über die Schweißdrüsen an bestimmten Stellen, z.B. in den Kniekehlen und Achselhöhlen. Wenn man durch sog. Antitranspirante das Schwitzen verhindert, kann diese Entgiftung nicht stattfinden und die Giftstoffe sammeln sich im Körper schneller an. Aluminiumsalze verstopfen die Schweißdrüsen und verhindern so das Transpirieren.

Gefahr durch Aluminium in Deos

Zusätzlich zu den Giftstoffen, die sich schon im Körper befinden, liefern aluminiumhaltige Deos noch eine zusätzliche Belastung für den Körper: das Schwermetall verschwindet nicht einfach, sondern durchdringt häufig, besonders bei frisch rasierten Achselhöhlen, die Hautbarriere und lagert sich in den Lymphknoten der Achseln ab. Immer häufiger wird deshalb das Verwenden von aluminiumhaltigen Deos in Verbindung mit der Entstehung von Brustkrebs gebracht. Deos enthalten häufig auch weitere chemische Stoffe, die mindestens tagsüber auf der Haut belassen werden und so in den Stoffwechsel des Körpers übergehen. Vor allem bei Wärme öffnen sich die Hautporen – auch die der Achselhöhlen – und die Giftstoffe können ungehindert eindringen. Über die Lymphbahnen werden sie sozusagen per Express im ganzen Körper verteilt und in den Mastzellen gespeichert. Folge können zahlreiche chronische Krankheitsbilder und eine allgemeine Verschlechterung des körperlichen Zustandes sein.

Welche Krankheiten können entstehen?

Die Liste an möglichen Stellen der Ablagerung ist lang, hier einmal die wichtigsten aufgezählt:

  • Entzündung der Gelenke, Arthrose, Gelenkknacken
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Rheuma
  • Brustkrebs, Hautkrebs
  • Osteoporose
  • Darmerkrankungen, Neurodermitis
  • Nierenschäden
  • Allergien, Asthma
  • Multiple Sklerose
  • Schäden im Gehirn, schwere Form der Demenzerkrankung
  • Erkrankungen im Kopfbereich

Allerdings sind diese Zusammenhänge bisher wissenschaftlich nicht belegt und was genau eine Überdosis Aluminium im Körper ausmacht, wissen wir (noch) nicht genau. Kritische Stimmen, wie z.B. in der Zeit, bestreiten sogar, dass es überhaupt ein Gesundheitsrisiko gibt.

Wer sich noch ein wenig mehr über Aluminium in Deos und die Auswirkungen von Aluminium allgemein informieren möchte, dem sei diese Doku empfohlen:

Gutes Deo ohne Aluminium und Alkohol: Wolkenseifen Deo-Creme

Aufgrund der veränderten Sichtweise der Verbraucher bringen immer mehr Marken Deos ohne Aluminium auf den Markt. Man erkennt sie im Regal meist daran, dass sie groß damit werben. Auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät zuverlässig, ob mit Aluminiumsalzen gearbeitet wird. Auch ich greife seit einigen Jahren zur aluminiumfreien Alternative. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit allen bisher versuchten Deos nur so halb zufrieden war.

Vor kurzem wurde ich von einer Freundin allerdings auf eine tolle Alternative aufmerksam gemacht und sie hat mir sogar eine kleine Probe-Tube überlassen: Wolkenseifen Deo-Creme. Die Deo-Creme enthält nicht nur kein Aluminiumchlorid, sondern ist auch frei von Konservierungsstoffen oder sonstigen schädlichen Zusätzen. Sie ist sogar vegan. Da sie keine Aluminiumsalze enthält, ist sie kein Antitranspirant, d.h. sie verhindert nicht das Schwitzen. Was sie verhindert, ist der unangenehme Geruch, der durch Bakterien entsteht, die den Schweiß zersetzen. Die Creme wird dünn unter der Achsel aufgetragen und hält in der Regel den ganzen Tag. Das Design ist meiner Meinung nach auch wirklich gelungen:

Wolkenseifen Deos

Hört sich alles gut an – hatte ich aber schon häufig gehört. Gleich am ersten Tag unterzog ich die Deo-Creme einem Härtetest: 30 Minuten mit Kind vorne angeschnallt in der prallen Sommerhitze spazieren gehen. Ich habe wirklich viel geschwitzt – aber gerochen nicht ein bisschen. Kurzum: ich bin hellauf begeistert!

Kurz danach habe ich ein Deodorant ausprobiert, das nur folgende Bestandteile hatte: Kokosöl, Natron, Maisstärke, Bienenwachs, Ätherische Öle. Das kann man theoretisch auch selbst machen und wirkt fast noch besser als das Wolkenseifen-Deo.

Geruch in T-shirts durch Aluminium im Deo

Einen weiteren negativen Effekt von Aluminium in Deos gibt es noch zu erwähnen: es setzt sich in der Kleidung, sprich unter den Achseln, fest und lässt sich meist auch durch Waschen nicht beseitigen. Wenn dann neuer Schweiß auf die T-shirts gelangt bzw. die Stellen unter der Achsel erwärmt werden, verbreitet sich sofort ein übler Schweißgeruch. Auch dafür habe ich von besagter Freundin einen Tipp erhalten, der tatsächlich Abhilfe geschaffen hat: Die T-shirts ca. 24 Std. in Essigwasser einlegen und dann waschen – der Geruch ist dann in der Regel verschwunden. Wenn nicht, kann man einen zweiten Durchgang versuchen, spätestens damit ist der Stoff wie neu.

By Johanna

Johanna ist Anfang 30, verheiratet, 1 Kind. Obwohl das Leben ihr schon immer zuzulächeln scheint, ist sie immer noch auf der Suche. Denn vor allem gesundheitlich ist der Weg noch weit.

3 Comments

  1. Antworten

    Dorli

    Liebe Hanna! danke für diesen Artikel!
    Es gibt einen Aspekt, der bei der Diskussion um Aluminiumsalze eigentlich nie wirklich Beachtung bekommt. Und zwar die Herkunft dieser Salze. Sie werden anscheinend größtenteils in Ländern mit problematischem Verständnis der Menschenrechte gewonnen (Info der Drogistin meines Vertrauens). Meines Erachtens ist somit der Kauf der Produkte mit Aluminiumsalzen sowieso hinfällig. Ich verwende seit Jahren die Produkte von Speick und fühle mich damit sehr wohl.
    Viele grüße aus Mittelfranken
    Dorli

    1. Antworten

      Hanna

      Liebe Dorli,

      danke für diesen Hinweis – das ist natürlich auch ein nicht unwichtiger Faktor der dafür spricht, auf Deos mit Aluminiumsalzen zu verzichten.

      Liebe Grüße,
      Hanna

  2. Antworten

    milchersatz.com

    Vielen Dank für euren praktischen Artikel.

    Ich stöbere bereits länger auf eurem informativen Weblog.
    Und jetzt musste mich mal einen schnellen Kommentar schreiben bzw.

    mich mal bedanken.

    Macht genauso weiter, freue mich schon auf
    die nächsten Beiträge

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