Östrogendominanz – Speicheltest

11. Januar 2017

Östrogendominanz Speicheltest

Bevor ich anfing, stark unter den Symptomen meiner Histaminintoleranz zu leiden, nahm ich sehr schnell sehr viel Gewicht zu. Und das, ohne meine Ernährung verändert zu haben. Insgesamt waren es binnen weniger Monate 10 kg. Ich wog ca. 13 kg mehr als heute und fühlte mich sehr, sehr unwohl. Alle “normalen” Versuche, mein Ausgangsgewicht zurück zu bekommen, scheiterten. Nur durch eine wirklich strenge kohlenhydratlose Diät und täglich 45-120 Min Sport kam ich den Kilos bei. Danach litt ich zunehmend unter den Auswirkungen von zu viel Histamin in meinem Körper. Wo der Zusammenhang zu den Kilos liegt, war mir rätselhaft. Bis ich vor einigen Tagen einen Brief mit Laborergebnissen öffnete.

Östrogendominanz Speicheltest

Nachdem ich seit kurzem vermutete, dass bei mir eine Östrogendominanz die Ursache für meine Histaminintoleranz sein könnte, wollte ich natürlich Gewissheit haben. Der Gang zum Endokrinologen oder Internisten erschien mir allerdings sehr beschwerlich. Zum einen sind Arztbesuche, erst recht mit Kleinkind und in der Großstadt aufgrund langer Wartezeiten wirklich nicht schön. Zum anderen bin ich nach wie vor gesättigt von Ärzten, die mir entweder nicht glauben oder keine Ahnung haben, was mit mir nicht stimmt. Von diesen Erlebnissen hatte ich während der Mühsamen Suche nach der Histaminintoleranz genug. Also entschied ich mich für einen Östrogendominanz Speicheltest, den ich selbst von zu Hause aus durchführen kann.


Eingekauft habe ich ihn ganz einfach online für 49 EURO. Zu Hause musste ich dann an einem bestimmten Zyklustag noch vor dem Zähneputzen und Frühstücken insgesamt drei Mal im Abstand von jeweils 30 Minuten ein Röhrchen mit Speichel füllen. Der Rückumschlag war bereits im Paket enthalten, ich musste also nur noch den nächstgelegenen Briefkasten aufsuchen und dann auf das Ergebnis warten. Als ich den Brief in den Händen hielt, war mir schon etwas mulmig zumute. Was, wenn ich mich irrte? Die Diagnose “Östrogendominanz” würde bedeuten, dass ich zumindest weiß, wie ich den Symptomen, unter denen ich jetzt seit einigen Jahren leide, entgegensteuern kann.

Ich öffnete den Brief und überflog das Ergebnis: “Die Östradiol / Progesteron – Konstellation weist auf eine Östrogendominanz hin…”

Der Progesteron / Östradiol Quotient

Und weiter: “Der Progesteron/Östradiol-Quotient ist mit 48,5:100 vermindert. Somit ist das Progesteron im Verhältnis zum Östradiol erniedrigt. Man spricht dann von einer sogenannten Östrogendominanz.” Der Östrogen Speicheltest misst drei Werte: den Östradiolspiegel (eines der beiden Östrogene, die im weiblichen Körper vorkommen), den Progesteronspiegel, und das Verhältnis von Progesteron und Östradiol. Während bei mir der absolute Wert des einen wie auch des anderen Hormons völlig im Normbereich lagen, war das Verhältnis der beiden stark abweichend. Der Laborwert beim Östrogendominanz Speicheltest muss mindestens bei 100:1 liegen – meiner liegt bei 48,5:1.

Östrogendominanz Speicheltest

Nun ist dieser Laborwert aber noch positiv beeinflusst, weil ich meinen Sohn nach wie vor regelmäßig stille. In der Stillzeit werden die Werte der weiblichen Sexualhormone niedrig gehalten. Nach dem Abstillen wäre der Quotient aus Progesteron und Östrogenen daher vermutlich noch stärker abweichend.

Paradoxerweise wissen auch heute noch viele Ärzte nicht über die genauen Zusammenhänge Bescheid. Bei Beschwerden in den Wechseljahren oder PMS wird also zunächst der Östrogenspiegel, also der absolute Wert gemessen. Dabei wird dann ein Mangel an Östrogenen festgestellt und zusätzlich solche Hormone verschrieben.

Speicheltest Hormonstatus

Damit ist die “Ursache” gefunden und der Patient wird nach Hause geschickt. Wenn aber der Hormonquotient aus Östrogenen und Progesteron nicht stimmt und eine Östrogendominanz vorliegt, verschlimmern sich verständlicherweise die Symptome nur. Ein Mangel an Östrogenen schließt nicht aus, dass ein noch größerer Mangel an Progesteron vorliegt bzw. das Verhältnis beider zueinander nicht richtig ist.

Östrogendominanz Symptome

Was hat das nun alles mit meiner Gewichtszunahme und der Histaminintoleranz von vor neun Jahren zu tun? Eine Östrogendominanz setzt nicht von einem Tag auf den anderen ein. Sie beginnt langsam mit ein paar leichteren Symptomen. Eines der Symptome einer Östrogendominanz ist – Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen! Und genau so fing es bei mir an. Hinzu kam relativ starker Haarausfall. Meine Locken, die früher sehr voll und lang waren, wurden innerhalb kürzester Zeit ausgedünnt und brüchig.

Eine Östrogendominanz verursacht sehr häufig eine Histaminintoleranz. Meist wird diese Unverträglichkeit lange vor einer Östrogendominanz festgestellt – so auch bei mir.

Behandlung Östrogenüberschuss

Nun stehe ich natürlich vor der Frage, wie ich diese Störung im Hormonhaushalt behandeln möchte. Eine klassische Heilung des Hormonhaushaltes ist von außen nicht möglich. Allerdings kann ich meinem Körper Progesteron oder ähnliche Substanzen zuführen, um den Quotienten zu verbessern und so die Histaminintoleranz zu umgehen.

Während der Stillzeit möchte ich ungern Hormone einnehmen oder eine Progesteroncreme benutzen. Lieber möchte ich natürliche Nahrungsmittel wie Yamswurzel-Extrakt, Frauenmantel oder Bockshornklee versuchen. Zunächst würde ich eine Behandlung mit diesen Lebensmitteln gegen Östrogendominanz versuchen. Nur wenn diese keine Wirkung zeigen, werde ich nach der Stillzeit wohl doch einen Arzt aufsuchen.

Diese Pflanzen enthalten, wie viele andere auch, sog. Phytohormone. Das sind pflanzliche Stoffe, die in ihrer stofflichen Beschaffenheit menschlichen Hormonen ähneln. Dadurch können sie an denselben Rezeptoren andocken und eine ähnliche Wirkung erzielen. Durch die richtige Ernährung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann man als einem Östrogenüberschuss entgegenwirken. Man führt dem Körper keine Hormone zu, sondern andere Stoffe, die ähnlich wirken.  Ich werde zunächst eine Teemischung gegen Östrogendominanz versuchen:

  • Mönchspfeffer-Samen
  • Schafgarbe
  • Frauenmantel
  • Passionsblume
  • Melisse

By Johanna

Johanna ist Anfang 30, verheiratet, 1 Kind. Obwohl das Leben ihr schon immer zuzulächeln scheint, ist sie immer noch auf der Suche. Denn vor allem gesundheitlich ist der Weg noch weit.

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