Eine Histaminintoleranz hat viele Gesichter. Jeder Betroffene reagiert anders auf bestimmte Nahrungsmittel und leider gibt es bis heute keinen Konsens darüber, was bei einer Histaminunverträglichkeit wirklich hilft. Meiner Meinung nach ist die optimale Versorgung des Körpers mit Nährstoffen gerade bei dieser Stoffwechselstörung ein wichtiger Grundpfeiler, um eine Verbesserung zu erzielen. Weil das für HIT-Patienten über die Nahrung oft nicht ohne Weiteres möglich ist, kommen Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel. Das vielversprechendste, das ich bisher gefunden habe, ist LaVita.
Vitalstoffmangel als Ursache von Histaminintoleranz?
Leider wird in der „Therapie“ einer Histaminintoleranz eines noch oft übersehen: Ursache für die Erkrankung kann auch ein Vitalstoffmangel sein. Denn das Enzym DAO (Diaminoxidase) braucht für den Abbau von Histamin aus der Nahrung zum Beispiel Kupfer und Vitamin B. Wenn das nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, kommt das komplette Gleichgewicht ins Wanken. Außerdem ist die Ernährung von HIT-Patienten meist wenig ausgewogen und durch den Mangel an anderen Nährstoffen wird der Organismus zusätzlich geschwächt.
Aber wie stellt man dieses Gleichgewicht am besten wieder her? Wichtig ist natürlich eine ausgewogene Ernährung, aber das ist mit einer so komplizierten Unverträglichkeit oft nicht einfach. Ich war schon froh, als ich einige Lebensmittel gefunden hatte, die „sicher“ waren – bei denen bin ich dann größtenteils auch geblieben. Um trotzdem wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Vitamine, Zink, Calzium etc. zu bekommen, habe ich wie viele Betroffene auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen. Unser Arsenal an Pillen und Tabletten wurde mit der Zeit immer größer – was ja auch nicht ganz billig ist. Ob es wirklich viel geholfen hat, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Das Problem mit Nahrungsergänzungmitteln ist nämlich folgendes: Vitalstoffe werden meist isoliert dargeboten, das heißt eine Tablette enthält nur einen oder zwei Stoffe und auch die nicht in ihrer natürlichen Form. So kann der Nährstoff häufig vom Körper gar nicht verwertet werden und die einzigen, die davon profitieren, sind die Hersteller bzw. Händler.
Erst nach meiner Schwangerschaft, in der meine Unverträglichkeit zum Glück pausiert hat, habe ich eine gute Alternative entdeckt: LaVita Vitalstoffkonzentrat.
Was ist LaVita?
LaVita ist ein Extrakt aus über 70 Zutaten wie Früchte, Obst, Öle und Kräuter. Dadurch, dass die Lebensmittel möglichst in ihrem natürlichen Zustand belassen und schonend verarbeitet wurden, kann man das oben beschriebene Problem mit Nahrungsergänzungsmittel teilweise umgehen. Das heißt, der Körper ist auch in der Lage, viele der enthaltenen Nährstoffe zu absorbieren.
Nahrungsergänzungsmittel LaVita bei Histaminintoleranz?
Natürlich sind nicht alle enthaltenen Nahrungsmittel histaminfrei. Es stellt sich also die Frage, ob man das Nahrungsergänzungsmittel LaVita bei Histaminintoleranz ohne Bedenken anwenden darf. Die Firmen-Homepage von LaVita gibt dazu folgende Auskunft:
Ist LaVita auch bei Histaminintoleranz geeignet?
Ja, denn obwohl durch die vielen verschiedenen Zutaten in LaVita auch Spuren von Histamin enthalten sein können, liegt der Histamingehalt weit unterhalb der Nachweisgrenze. Dies wurde uns durch eine Untersuchung von TÜV Rheinland bescheinigt. Bei starker Histaminintoleranz empfehlen wir, sich langsam heranzutasten: Nehmen Sie LaVita erst tröpfchenweise mit dem Essen ein. Wird dies gut vertragen, kann die Dosis langsam gesteigert werden.
Dadurch, dass man pro Tag nur einen Esslöffel zu sich nimmt, sollten die meisten Menschen mit Histaminunvertäglichkeit LaVita gut vertragen. Immerhin handelt es sich ja nicht um eine Allergie, bei der schon kleinste Mengen eine Reaktion auslösen – die Menge macht hier das Gift.
Wo kann man LaVita kaufen und wie viel kostet es?
Meines Wissens wird LaVita derzeit exklusiv über den firmeneigenen Shop vertrieben. Eine 500ml-Flasche kostet 50 EUR. Das hört sich erst einmal viel an – wenn man allerdings bedenkt, dass damit ein Großteil der benötigten Nährstoffmenge abgedeckt ist, für die man sonst zahlreiche verschiedene Präparate einnehmen würde – und wenn man die Summe mal auf einen Tag runterbricht, ist es gar nicht mehr so teuer. 1€ pro Tag ist für Nahrungsergänzung nicht wirklich viel.
Natürlich kann auch das Nahrungsergänzungsmittel LaVita keine ausgewogene und gesunde Ernährung ersetzen – aber zumindest unterstützend wirken und so auch HIT-Patienten auf ihrem Weg in ein möglichst symptomfreies Leben begleiten.
Wer mehr über meine Erfahrung und meinen Weg mit der Diagnose Histaminintoleranz erfahren möchte, der kann auf verschiedenen Plattformen mein Ebook „Histaminintoleranz. Eine kurze Einführung – mein Weg durch und aus der Krankheit“ erwerben.
Hallo,
zuerst einmal ein sehr schöner, einprägsamer und verständlicher Artikel!
Meiner Meinung nach ist bei La Vita nicht die Histamine das problematische, sondern die Zutaten die als Histaminliberatoren (Zitrone, Orange, Erdbeeren, Tomate,…) wirken. Hab mir die Zutatenliste (bei meiner Mama die es Täglich zu sich nimmt) durchgelesen und hab geschlossen das mir das zu keikel ist…
Ich will nicht wieder Monate damit zubringen herauszufinden das ich es nicht vertrage (wie bei Himbeeren der fall gewesen, da ich erst sehr verögert daber dafür umso länger Hautprobleme bekomme).
Ich weis das jeder indiduell reagiert, aber es sollte zumindest erwähnt werden, dass Histaminliberatoren enthalten sind, auch gerade da es für neulinge schwer ist bei allem den Überblick zu behalten.
Hallo Alexandra,
vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis. Tatsächlich ist die Sache mit was wer verträgt sehr komplex und lässt sich schwer allgemein darstellen. Auch sind die vertragenen Mengen bestimmter Zutaten sehr individuell. So konnte ich in kleinen Mengen zum Beispiel so gut wie alles essen (und LaVita ist ja nur ein Esslöffel voll), aber das muss nicht auf alle zutreffen.
Liebe Grüße,
Johanna